Rita hat ein grosses Herz und ist sehr darum besorgt, dass es den Kindern und MitarbeiterInnen wohl ist. Sie freut sich mit anderen mit und immer wieder ist ihr ansteckendes Lachen auf der Wohngruppe zu hören. Rita packt die Aufgaben an und ist motiviert im Alltag unterwegs.

Während zwanzig Jahren gibt es im Arbeitsumfeld viele Veränderungen. Rita hat diese mitgetragen und mitgestaltet. Nachfolgend wird an einigen Beispielen aufgezeigt, was das im Alltag bedeutet:

Als gelernte Pflegefachfrau ist sie für die Bewirtschaftung des hausinternen Apothekenmaterials zuständig. Medikamente müssen stetig angepasst werden, dürfen aufgrund neuer Bestimmungen oder Altersanpassungen nicht mehr verwendet werden, dann gilt es Ersatz zu finden. Bei Babys und Kleinkindern darf man praktisch nur noch ärztlich verordnete Medikamente abgeben. Hausmittel werden seltener eingesetzt als früher

In der täglichen Arbeit mit den Kindern hat die Marte Meo-Methode die pädagogische Arbeit professionalisiert und den Fokus stark auf das Gelingende gelegt. Die Eltern werden mittlerweile viel intensiver in den Alltag der Kinder miteinbezogen, um die Beziehung zu den Kindern zu verbessern und zu stabilisieren.

Die Teamgrösse hat sich in dieser Zeit ungefähr verdoppelt, da die Aufgaben zugenommen haben und die Begleitung der Kinder und der damit zusammenhängen Systeme komplexer geworden ist.

Die Büroarbeit hat sich gewandelt. Früher wurde praktisch alles handschriftlich verfasst. Heutzutage werden alle Dossiers elektronisch geführt. Das macht die Vernetzung einfacher und die Dokumentation ist simpler geworden. Die Schreibarbeit ist für Rita allerdings eine eher Pflichterfüllung, denn Leidenschaft.

Auch in den kommenden zwei Jahren werden neue Herausforderungen auf das Kinderheim Titlisblick und auf Rita zukommen. Gemeinsam werden diese gemeistert. Dann ist es Zeit für Rita sich vermehrt neuen Aufgaben zu widmen – und die Pension zu geniessen.